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hallo leutz

Gedüchte

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++Tod++

++ Sie saß da... ++

++ Blickte auf den Bildschirm...++

++ Tränen rollten über ihr Gesicht... ++

++ Warum? ++

++ “Ich habe nie für dich gefühlt...” ++

++ schrieb er... ++

++ “Du warst für mich ein Zeitvertreib...” ++

++ Er lachte. ++

++ “Deine Naivität ist einzigartig...” ++

++ In ihr krampfte sich alles zusammen... ++

++ Warum... ++

++ Warum sagte er es jetzt? ++

++ “Geh doch ritzen, du Kind...” ++

++ sein letzter Satz... ++

++ bis er ging... ++

++ mit einem Lächeln... ++

++ Jetzt steht er vor ihren Grab... ++

++ Tränen bahnen sich seinen Weg ++

++ über seine Wangen... ++

++ Diesmal sagte er nichts mehr... ++

 

 

++ Sie war tot... ++

 

 

 

 

++ zu tief geschnitten... ++

 

 

 

 

 

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Tagebuch eines ungeborenen Kindes

5. OKTOBER:
Heute begann mein Leben.
Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein — mit
blondem Haar und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon festgelegt, auch daß ich eine Schwäche für Blumen haben werde.

19. OKTOBER:
Manche sagen, ich sei noch gar keine richtige Person, sondern nur meine Mutter existiere.
Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie eine kleine Brotkrume eben Brot ist.
Meine Mutter existiert. Ich auch..

23. OKTOBER:
Jetzt öffnet sich schon mein Mund. Denke nur, in ungefähr einem Jahr werde ich lachen und
später sprechen. Ich weiß, was mein erstes Wort sein wird: MAMA.

25. OKTOBER:
Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens
schlagen, ohne jemals innezuhalten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es
einmal ermüden. Es wird stillstehen, und dann werde ich sterben.

2. NOVEMBER:
Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an.
Aber es wird noch lange dauern,bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen und in die Arme
meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen kleinen Armen Blumen pflücken und
meinen Vater umarmen kann.

12. NOVEMBER:
An meinen Händen bilden sich winzige Finger. Wie klein sie sind!
Ich werde damit einmal meiner Mutter übers Haar streichen können.

20. NOVEMBER:
Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, daß ich hier unter ihrem Herzen lebe.
O wie glücklich sie doch sein muß! Bist du glücklich, Mama?

25. NOVEMBER:
Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus.
Aber sie wissen ja gar nicht, daß ich ein kleines Mädchen bin. Ich möchte gern Kathrin heißen.
Ach, ich bin schon so groß geworden!

10. DEZEMBER:
Mein Haar fängt an zu wachsen. Es ist weich und glänzt so schön.
Was für Haare die Mama wohl hat?

13. DEZEMBER:
Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt,
werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du wohl aus, Mama?

24. DEZEMBER:
Ob Mama wohl die Flüstertöne meines Herzens hört? Manche Kinder kommen etwas kränklich
zur Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum. Mama, du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!

28. DEZEMBER:
Heute hat mich meine Mutter umgebracht....





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Vorbei

Von dir wurde mein Herz gebrochen,

Und für mich gab es nichts mehr was mich hier hält,

Am Liebsten hätte ich mich für den rest meines Lebens verkrochen,

Ach gäbe es nur eine gerechtere Welt.

Wie lange habe ich nicht mehr gelacht,

Wie lange konnte ich nicht Essen,

mit dir habe ich eine so schöne Zeit verbracht,

Ich werde dich niemals vergessen.
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*~'°* Verfasser unbekannt *~'°*

Tod einer Unschuldigen

Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol. Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten. Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast.

Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.

Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.

Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein.

Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.

Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm' doch schnell. Wie konnte mir das passieren?

Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.

Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen,

Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt. Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken.

Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.

Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur:

Er hat getrunken, und ich werde sterben. Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren.

Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.

Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum, und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.

Sag' meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein.

Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.

Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.

Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte. Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?


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